Bundestagswahl 2017

Entscheidungs-Hilfe zur Bundestagswahl 2017 am Sonntag, 24. September

Wahlprogramme im Überblick humorvoll interpretiert

Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2017

– Amnesie im Wahlkampfbüro –

oder sind die Wahlkampf-Berater nicht mehr ganz dicht?

CSU – Wahlkampf mit zu Guttenberg

SPD – Wahlkampf mit Schröder

Was mutet man uns Wählern bis zum 24. September denn sonst noch so zu?

Aber jetzt mal ganz im ERNST; – Was ist überhaupt die optimale Wahl für den „Normal-Bürger“?

Wie wäre es hiermit…

Koalition 2017 - Die Chance für Deutschland

Optimale Koalition nach der Bundestagswahl 2017

Protestwahl ist keine Lösung

„Eine Protestwahl birgt keine Option auf eine bessere Zukunft“

-Sie laufen nur Gefahr hart erkämpfte Rechte und Freiheiten zu verlieren-

Die Prognosen zur Bundestagswahl am 24. September sehen für die etablierten Parteien nicht gut aus. Der Trend ist eindeutig, viele Wähler entwickeln sich zu sogenannten Protest- bzw. Wut-Wählern, vergeben ihre Stimme unreflektiert und im Endeffekt auch wirkungslos.

Sehr geehrte Bürger und Bürgerinnen, werden sie endlich wach und setzen sie ihren Verstand ein.

Ihre Stimme gewinnt nur an Gewicht, wenn Sie sich für eine Partei entscheiden die als Koalitionspartner zur Regierungsbildung in Frage kommen kann.

Denken Sie darüber nach, bevor Sie Ihre Stimme nutzlos vergeben.

 

Gehen Sie unbedingt zur Wahl!

Bundestagswahl Erststimme Zweitstimme

So wird gewählt!

Was wähle Sie mit der Erststimme und was mit der Zweitstimme?

Bei der Bundestagswahl haben Sie zwei Stimmen, die komplett unabhängig voneinander sind. Sie können an die gleiche sowie an zwei unterschiedliche Parteien vergeben werden.

Erststimme: Sie wählen eine konkrete Person aus Ihrem Wahlkreis

Die Erststimme wird auf der linken Hälfte des Stimmzettels abgegeben.

Mit der Erststimme wählen Sie den Abgeordneten in Ihrem Wahlkreis.

Der Kandidat mit den meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis bekommt ein sogenanntes Direktmandat und zieht direkt in den Bundestag ein.

Für die deutschlandweit 299 Wahlkreise ziehen so **299 Abgeordnete direkt in den Bundestag. Das macht zahlenmäßig mindestens die Hälfte der Abgeordneten im Bundestag aus, und damit ist gewährleistet dass auf jeden Fall ein Abgeordneter aus jedem Wahlkreis in Berlin vertreten ist.

Bei der Erststimme gilt: „Der Gewinner bekommt alles“. Nur eine Person gewinnt, alle anderen Stimmen „verfallen“.

 

Zweitstimme: Sie entscheiden über die Stärke und Sitzanzahl der einzelnen Parteien im Bundestag

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettel-Hälfte vergeben wird, stimmen Sie für die Landesliste einer Partei ab. Auf der Landesliste stehen die Kandidaten, die eine Partei für das Bundesland nach Berlin schicken möchte.

Die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag, also wie viele der Sitze einer Partei zustehen.

Beispiel: Hat eine Partei 30 Prozent der Zweitstimmen bekommen, bekommt sie 30 % der insgesamt *598 Sitze im Bundestag. Die Reihenfolge der Kandidaten auf der Landesliste ist entscheidend – denn wer oben steht, kommt eher dran, wenn es an die Verteilung der Sitze im Bundestag geht.

Bei der Zweitstimme kommt es für die Wähler vor allem darauf an, welche Themen die Partei im Gesamten vertritt und welche Gesetze sie in der folgenden Legislaturperiode durchsetzen möchte. Gleichzeitig stellt in der Regel die stärkste Partei im Bundestag den Kanzler oder die Kanzlerin.

Die Zweitstimme ist trotz ihres Namens wichtiger als die Erststimme, denn die Zweitstimme entscheidet darüber, wie viel Sitze eine Partei im Bundestag erhält, also wie stark eine Partei in Berlin vertreten ist!

 

Die Fünf-Prozent-Hürde und Direktmandate:

Um in den Bundestag zu kommen, brauchen die Parteien mindestens fünf Prozent der Stimmen. Dabei gibt es aber eine Ausnahme:

Wenn eine Partei in mindestens drei Wahlkreisen Direktmandate gewinnt, darf sie Politiker in den Bundestag schicken. Das gilt auch dann, wenn die Partei insgesamt weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen bekommen hat.

 

Bis hier war es einfach, aber es gibt auch noch Überhangmandate.

Überhangmandate entstehen durch Kombination von Erst- und Zweitstimme.

Je mehr Wähler mit der Erst- und Zweitstimme unterschiedliche Parteien wählen, desto wahrscheinlicher wird es, dass eine hohe Zahl an Überhangmandaten entsteht.

Grundsätzlich gibt es im Bundestag *598 Sitze, die durch die Wahlen mit Abgeordneten besetzt werden.

Direktmandate **299

Parteimandate ***299

Summe *598

Durch die Möglichkeit der Überhangmandate kann diese Zahl jedoch variieren und so kommt es vor, dass häufig mehr Abgeordnete im Bundestag sitzen. Nach Auszählung der Zweitstimmen entscheidet sich nämlich, wie viele Abgeordnete eine Partei aus einem Bundesland in den Bundestag schicken darf. Wer diese Abgeordneten sind, wird folgendermaßen ausgewählt:

Zunächst bekommen all diejenigen, die ein Direktmandat in einem Wahlkreis durch die Erststimme erhalten haben, einen Sitz im Bundestag (**299 Sitze).

Die restlichen Plätze, die eine Partei im Bundestag dann noch frei hat, werden mit den Kandidaten der Landesliste in Reihenfolge bestückt.

Hier kann es jedoch vorkommen, dass mehr Kandidaten einer Partei durch ein Direktmandat gewählt werden, als der Partei Sitze im Bundestag zustehen. Da laut dem deutschen Wahlrecht jedoch jedem Gewinner eines Wahlkreises ein Direktmandat im Bundestag zusteht, bekommen die Kandidaten zusätzlich einen Platz im Parlament.

Beispiel: Wenn eine Partei acht Sitze im Bundestag besetzen darf, aber insgesamt zehn Direktmandate sammeln konnte, ziehen zwei zusätzliche Abgeordnete für diese Partei in den Bundestag ein. Diese zusätzlichen Mandate sind dann sogenannte Überhangmandate.

Direktmandate **299

Parteimandate ***299

Überhangmandate 2

Summe 600

Falls Sie es intellektuell bis hierhin ohne Suizidgedanken geschafft haben, kommen wir jetzt zu den Ausgleichsmandate:

Im Februar 2013 hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das zu einer massiven Vergrößerung des Bundestages führen kann. Demnach müssen alle Überhangmandate durch sogenannte Ausgleichsmandate kompensiert werden. Wenn eine Partei Überhangmandate erhält, wird die Zahl der Sitze im Bundestag solange erhöht, bis wieder das Größenverhältnis der Fraktionen entsprechend dem Anteil der Zweitstimmen hergestellt ist. Auch andere Gründe, zum Beispiel Rundungsfehler, die zu einer Abweichung von der Zweitstimmenverteilung führen, werden durch Ausgleichsmandate kompensiert.

(lix)